Für den gesamten Blog gilt eine Triggerwarnung für so ziemlich alles, was mit Trauma zu tun hat.
Bitte achtet auf eure Grenzen beim Lesen der Texte.

Sonntag, 4. Juli 2021

#62: Zeitreise

Ich hab gesagt, wir machen eine kleine Zeitreise, weil ich persönlich das interessant fand, weil wir einfach sehr viel unterschiedliches in unserem Leben schon geschrieben haben. Außerdem habe ich einige Texte gefunden, die gerade im Kontext der DIS extrem interessant sind. Um die geht es heute allerdings nicht! Heute gibt es ein paar Gedichts- und allgemeine Prosaauschnitte:

Atlantik

Die Ferne verliert sich in unendlichen Tagen,
drei Monate, drei Jahre, drei Blicke entfernt.
Der Wind weht her die leisen Klagen,
während er durch tosende Wellen des Ozeans fährt.

Die Worte, so einsam, an Flügel gebunden -
schlagend, entfliehend, der einsamen Nacht;
im Licht des Dunkeln für immer verschwunden
und Schwärze ward in Träumen durchwacht.

- 04. Juni 2012

aufgefangen

und die Worte, die du schreibst
sind die Sterne am Himmel,
die ich nicht sehen kann,
die Hoffnung, die
versinkt, versinkt, versinkt.
und deine Worte
sind der Regen
der Welt, der
so sanft,
so leis
in Kälte
fällt.

- 27. September 2012

lightgown

And I thought I would be safe here
if my words brought so much light
that if you looked between the lines, you
couldn't find what they denied,

so I wrote to bring you moments,
hoping you would stay right here,
but you went and tore my pages,
breaking all I once held dear.

Wondering what my veil held hidden,
woven from the words I wrote,
so you never stopped to question
if my light should be my own,

since all you could see was this brightness
and you never really knew
that it only seemed this radiant
due to the darkness it shone trough,

that far beneath my world of beauty
there was no light to exist,
for every word that once held truth dies
until lies are all there is.

So when you left to see more light since
for you my world was just too dark,
you never cared to turn around to
the blazing fire that you sparked.

- 11. August 2014

Ich finde kein Notizbuch, das meine Gefühle beschreibt. Ich kann nicht schreiben. Die Worte sind in irgendeinem Gefühlsnebel verschwunden und gerade habe ich ein paar wiedergefunden, irgendwo im November, der kein Monat ist, aber sie werden alle wieder verschwinden, während die Dinge verschwinden, aus denen meine Welt besteht. Vielleicht verschwindet meine Welt ja auch, vielleicht finde ich deshalb keine Notizbücher, vielleicht gibt es gar keine; vielleicht ist es ja egal, ob sie Linien haben oder Kästchen oder Punkte oder einfach nichts, ob sie einen Einband, einen doppelten Einband oder Ringe haben, oder ob sie nur von ein paar Fäden zusammengehalten werden. Vielleicht ist das ja mein Leben, von ein paar Fäden zusammengehalten, aber Pink ist keine Farbe, die man mit Nebel verbinden würde, genauso wenig wie Hellblau. Oder Gelb. Vielleicht werden sie nie wieder passen, genauso wenig wie sich Dinge richtig anfühlen. Vielleicht aber auch doch. Vielleicht ist ein schönes Wort, es ist so voller Hoffnung, anders als ich. Ich ist kein schönes Wort; ich bin kein schönes Wort. Oder ein Buchstabe oder ein Satz.
- 13. November 2014

embracing shadows

If I can hate you but still love you, why can't I hate myself without falling apart?
It was never a real question; I saw the end right from the start.
Now I'm crumbling in the shadows, a piece of paper, clean white sheet;
thought you'd bring words onto my blankness, your hope was all I'd ever need.

If I can love you and yet hate you, why can't I love myself to stay right by your side?
I know I cannot find an answer. I guess my world's not made for light.
There is this feeling, is this knowledge: I can't replace what I have lost,
for even without your presence hurting, my light is gone, my hope has stopped.

- 05. August 2018

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